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Thema: Vitrinenumbau

  1. #1
    Administrator Avatar von Wolle
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    Hallöle Orchideenfreunde,

    ich war Sonntag mal wieder sowas von fleißig. Nun endlich stand ein schon einige Zeit geplanter Umbau meiner Vitrine an. Ok, ursprünglich sollte die Vitrine größer werden (vor allem höher), aber das ist am Votum der Küchenbevollmächtigten kläglich gescheitert. So mußte Wolle sich mit dem vorhandenen Begnügen. :\

    Also, der Ist-Zustand war und ist eine Vitrine mit den Maßen 86x50x56. Begonnen hatte die ganze Sache damit, dass ich im Frühjahr nach zähem Ringen damit anfing, für meine kleinen Lieblinge eine Vitrine in der Küche aufzustellen. Ergebnis dieser Planung war eine wie folgt ausgestattete Vitrine:


    ...und die anfängliche 'Bepflanzung' samt 'Lichtupgrade' in Form eines 70W-HQI-Strahlers für die dunklen Tage. ;)


    Es gingen die Monate ins Land und die Anzahl der Pflanzen wuchs und wuchs und wuchs, und auch die Unzufriedenheit mit einigen Dingen nahm zu. Hauptärgerniss war vor allem die Beregnungsanlage von Eheim (zu erkennen auf dem 2. Bild oben an der Decke). Ich denke, für Orchideenterrarien dieser Größe völlig ungeeignet, bzw. um sie halbwegs tauglich zu nutzen, hätte ich da wohl 5 m Schlauch einziehen müssen um die Düsen verteilen zu können. Aber selbst dann wären die Tropfen immer noch zu groß für meinen Geschmack. Aus diesem Grund sollte das Ganze durch eine vernünftige Nebel/Sprühanlage ersetzt werden um die Vitrine auch 'Urlaubstauglich' zu machen. Heißt, 14 Tage Abwesenheit sollte möglich sein.

    Am Sonntag nun war es dann soweit und ich räumte alles raus aus der Vitrine und machte eine Grundreinigung (nicht irretieren lassen, die Vit hatte zwischenzeitlich noch einige technische Upgrades erhalten, von denen einige 'Reste' zu sehen sind ;))


    Nun begann der Spaß. Jeder der schon mal mit diesen äußert 'flexiblen' Kunststoffdruckschläuchen gearbeitet hat, die typischer Weise natürlich aufgewickelt sind, weiß, wie toll man die Teile dazu überreden kann, gerade verlegt zu werden.

    Aber letztendlich ging es dann mit ziehen und zerren irgendwann.

    Als nächstes kamen die Düsen dran. An jeder Seitenscheibe eine. Mit ein bisserl Draht dann noch in die richtige Richtung gebracht.


    Nachdem das erledigt war, ging es daran, das Ursprüngliche Equipment wieder einzubauen. Neben dem Einhängen des rückwandigen Maschendrahtes und dem Verlegen des Heizkabels, wurde auch der Sockel für den Hauptquirl wieder eingesetzt. Ursprünglich hatte ich ihn festgeklebt, was sich im Nachhinein als nicht notwendig erwiesen hat und somit beim neuerlichen Einsatz nicht mehr gemacht wurde.


    Zur Steuerung des Heizkabels nutze ich ein Temperaturfühler aus dem Aquarien/Terrarienfachhandel, welchen ich unter die Decke gepappt habe.


    Nun füllte ich den Blähton wieder ein, legte nen Maschendraht drauf und installierte den Hauptquirl.


    Hier gleich mal noch ein Tipp vom "Experten" *lol*
    Man sollte unbedingt vor dem Einfüllen des Blähtones alle Steckkupplungen und sonstige Anschlüsse kontrollieren und überprüfen, die dann vom Blähton verdeckt sind. Es macht keine Spaß die wieder partiell freizubuddeln!!!!
    Auch bekamen die beiden in das untere Lüftungsgitter eingebauten Quirle zur Frischluftzufuhr eine Maneküre verpasst. (Katzenhaare sind ja sowas tolles :\)


    Damit war es schon fast geschafft, und ich konnte mit dem Einräumen beginnen. Nach gemachter Arbeit ist das sehr befriedigend.


    Nachdem dann alles darin war, sieht es nunso aus:


    Naja, nicht ganz. Dem aufmerksamen Beobachter werden die beiden Abschlußstopfen vor dem Hauptquirl aufgefallen sein. Eigentlich fehlte mir da ein wenig ne vernünftige Idee. Aber wie heißt es so schön. Dem Ingeniöööööör ist nix zu schwöööör Also hab ich mir was Einfallen lassen und erstmal nen Provisorium gebastelt, so dass auch Düse 3&4 eingebaut werden konnten.


    Hm, einige werden jetzt sicher denke: Wie, 4 Düsen für so ne kleine Vit :?
    Schon richtig. Das Problem ist, dass umso kleiner die Abmessungen werden, desto problematischer wird es mit der gleichmäßigen Verteilung der Feuchte. Der Quirl kann da nicht viel helfen, da es hier nicht um die Erhöhung der Luftfeuchte geht, sondern primär tatsächlich um ein Befeuchten der Orchideen mittels feinem Nebel. Man kann bei solchen Abmessungen nicht die volle Leistung der einzelnen Düsen nutzen (was die Wirkfläche betrifft). Entsprechend muß man da etwas mehr einbauen. Ich hatte zuerst auch erst nur mit 2 Düsen experimentiert und diese an verschiedenen Stellen eingebaut, aber es hat nicht befriedigend funktioniert. Mit den 4 Düsen gefällt es mir deutlich besser. Das Ganze ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluß und wird auch nicht die entgültige Variante sein. Aber erstmal soll es sich in der Praxis bewähren bzw. die Schwachstellen offenbaren.

    So, nun haben wir ja fast alles durch. Luft, Wasser, Einbauten. Aber etwas fehlt: Licht. Da hat sich am Equipment nix geändert. Die Vitrine wird innen mittels 2er 18W Leuchtstoffröhren befeuert, welche in wasserdicht verschraubten Fassungen sitzen. Darüber jeweils ein Reflektor, wobei ich den für die innere LSR glattgebogen habe.


    Dazu kommt noch die erwähnte 70W-HQI für die dunkleren Tage. Aus Orchideensicht sieht die Sonne wie folgt aus ;)


    Für die Herrin der Küche dann so (es gefällt ihr nicht wirklich :rolleyes: (Im Bild sind oben rechts auch die beiden Betriebseinheiten für die LSR zu sehen; das Zündgerät für den HQI-Strahler steht unterm Tisch))



    Zum Schluß bleibt nur noch eine Kleinigkeit zu bemerken. Sicher wird der Eine oder Andere gedacht habe: 'Was hat er da für zwei pott-häßliche grüne Kunststoffschläuche quer durch die Vitrine zu hängen.'
    Es ist eines der Ärgernisse, das auch bei diesem Umbau nicht gelöst werden konnte. Und das trotz intensivem Nachdenken. Diese beiden Schläuche leiten den Nebel des Burg in die Vitrine.
    So siehts am anderen Ende aus.

    Aber da es wie schon gesagt sicherlich nicht der letzte Umbau, bzw. die letzte Vitrine sein wird, kann ich es auch noch für eine Weile verschmerzen. ;)


    So, ich hoffe, ich konnte ein paar Anregunngen geben, für Leuts, die sich mit dem Gedanken tragen, selbst eine Vitrine zu bauen. Für Fragen, Anregungen und Kritik bin ich jederzeit zu haben.
    mfg
    Wolle -- > Parishianae Sektion

    "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein

  2. #2
    Administrator Avatar von Wolle
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    *Nachtrag*

    Oh, da habe ich doch was ganz wichtiges vergessen. :oah:

    Wenn man das erste Bild mit einem der letzten Bilder der Vitrine vergleicht, fällt auf, dass es nicht mehr der ursprüngliche Lüfter ist, der derzeit in der Vitrine eingebaut ist.
    Der Lüfter in der Vitrine ist eigentlich der neuralgische Punkt, was die technische Ausstattung der Vitrine angeht. Auch wenn der derzeitige Quirl schon ziemlich lange durchhält (ein recht teures Modell (regelbar), eigentlich für meinen PC-Tower gedacht) kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese PC-Lüfter eigenlich nicht für diesen Zweck gedacht sind, und unter meinen warm-feuchten Bedingungen auch nicht lange halten. Problem ist eben, dass sie unter diesen Bedingungen sowohl an den Flügeln als auch am Gehäuse richtig nass werden.

    Eine praktikablere Lösung für Vitrinen dieser Größe ist mir bis heute noch nicht eingefallen. Wahrscheinlich deutlich haltbarer wären diese sogenanten Rohrlüfter fürs Bad. Leider sind diese aber doch ein wenig groß für meine Vitrine und auch bei diesen müßte man erst basteln (Widerstand zwischlöten etc.), um sie vitrinentauglich zu bekommen.

    Eine interessante Lösung hatte Frank mal vor einiger Zeit gezeigt, in dem er einen solchen Lüfter in ein außenseitig angebrachtes Rohr obenauf gesetzt hat. (Allerdings auch an eine deutlich größeren Vitrine und ohne Glasscheibe an der Decke ;))
    mfg
    Wolle -- > Parishianae Sektion

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  3. #3
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    pitfile postete
    ...**vor-den-kopf-schlag**: Schaum zum Abdichten der Burg Schläuche & Rohre!

    Danke Wolle! Gruss, Peter
    Hallöle Peter,

    das war eine aus der Not geborener Lösung, da ich keine neue Öffnung ins Glas schneiden wollte, und so nur die Variante mit den 12mm-Schlächen blieb. Gedichtet werden sie am Bauschaum durch ein wenig Aquarienkleber. Normale Dichtmasse sollte es auch tun.

    Wenn ich nochmal eine neue Vitrine bauen sollte, würde ich darauf sicher verzichten und eher eine feste Verrohrung bauen und diese dann direkt durchs Glas führen. Derzeit geht es zwar schon 4-5 Monate gut, aber für den Burg ist dieser sich durch die dünnen Schläuche aufbauende Staudruck sicherlich nicht ganz so gut. Mal schauen.
    mfg
    Wolle -- > Parishianae Sektion

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  4. #4

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    Wolle postete
    pitfile postete
    ...**vor-den-kopf-schlag**: Schaum zum Abdichten der Burg Schläuche & Rohre!

    Danke Wolle! Gruss, Peter
    Hallöle Peter,

    das war eine aus der Not geborener Lösung, da ich keine neue Öffnung ins Glas schneiden wollte, und so nur die Variante mit den 12mm-Schlächen blieb. Gedichtet werden sie am Bauschaum durch ein wenig Aquarienkleber. Normale Dichtmasse sollte es auch tun.

    ...ich umwickele meine Schläuche immer mit Schwamm(Spül)tuchstreifen und klemme sie ins Rohr um die Verbindung dicht zu bekommen. Von daher macht Bauschaum Sinn...

    Gruss, Peter
    Nicht die Blumen und Bäume - nur der Garten ist dein Eigentum. (Chin. Sprichwort)
    --
    http://www.florapan.de

  5. #5
    Administrator Avatar von Wolle
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    Achso.

    Das Kunstoffrohr selbst ist in den Burg aber nicht mit Bauschaum eingesetzt
    (Der Bauschaum dichtet lediglich das Rohr innen, und gibt den Schläuchen halt; aber das meinst du ja wahrscheinlich)

    Als Ergänzung:
    Ich habe auf das Kunststoffrohr außen auch Aquarienkleber aufgetragen und etwas glatt gestrichen und trocknen lassen. Dadurch bekommt es in der Öffnung des Burg Halt, ist dicht und kann auch problemlos herausgenommen werden. Das ist wichtig, da der Burg ja auch einer gewissen Pflege bedarf. ;)
    mfg
    Wolle -- > Parishianae Sektion

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  6. #6

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    Hallo Wolle
    Habe deinen bericht grade gelesen ich finde ihn super ,werde ich einiges mal probieren.
    Da ich auch grade eine Vitrine im Selbstbau plane .
    Das mit der Beregnungsanlage gefällt mir sehr gut.
    Warte jetzt schon auf weitere berichte wie das alles so hin haut bei dir .
    Gruss Michel

  7. #7
    Elisabeth
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    so schauts dann aus :-(

  8. #8
    aktiver Besucher Avatar von Rüssel
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    Hi Wolle

    toller Bericht und tolle Fotos:

    ich hatte in der Vitrine immer Probleme mit zuviel Feuchtigkeit, selbst der Nebel eines Burg war zuviel und ich hatt trotz ständig rennenden Ventis immer wieder Pilz.
    Daher gibts beim mir gar keine elektronische Feuchtigkeit mehr, keine Beregnung , kein Nebel, einfach täglich reinsprühen mit der Hand und einem 5-Liter Sprüher alles klatschnass srühen. So gehts bei mir noch am besten. Ein Venti in der Vitrine rennt ständing und ein zweiter an der Decke , der die warme Luft ( vor allem der Beluchtungskörper) absaugt rennt auch ständig.
    Nachteil: ohne elektrische Feuchtigkeit ist die Vitrine nicht urlaubstauglich,
    da muss dann doch der Freundeskreis herhalten
    liebe Grüße
    Werner
    Nur eine tote Obinopse ist eine gute Obinopse.

  9. #9
    Administrator Avatar von Wolle
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    Hallöle Werner,

    wenn du Probleme mit Pilzen hattest, war wohl die Frischluftzufuhr nicht ausreichend. Damit bin ich bisher verschont geblieben, außer mal kurz auf den Blättern einer Drac. Da kam damals der Hinweis - Frischluftzufuhr erhöhen. Seit ich sie nicht mehr direkt ansprühe (händisch) und etwas mehr in den Venti-Strom gepackt habe, hat sich das Problem erledigt.
    mfg
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  10. #10
    aktiver Besucher Avatar von Rüssel
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    also ich neige dazu Epiphyten mit Wasser zu überschütten, da ja eh das überschüssige Wasser dann abrinnt, daher hatte ich auch anfangs das Problem , dass in der Virtrine immer wieder Wasser stand und die Blähtonsteine dazwischen herumschwammen.
    Habe das nun so gelöst, dass der Blähton raus kam und stattdessen dieses neumodische Deko-Holzgehächsel, das es in allen Farben gibt, ca 20 cm hoch.
    Das saugt die Feuchtigkeit auf und wenn der Venti drüberbläst gibt das eine nette Luftfeuchtigkeit.
    Ich glaube überhaupt, dass man die Kultur seinen eigenen Gießgewohnheiten anpassen soll. (So schaff ich es auch nicht Cattleyen und Laelien in Plastiktöpfen zu kultivieren , das muss bei mir in Tontöpfen sein oder aufgebunden)

    @Wolle
    für das Wort "Küchenbevollmächtigte" gibts eine Oskar-Nomierung
    liebe Grüße
    Werner
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