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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kleine weiße mini tiere



geist85
07.01.2009, 11:30
Hallo,

habe gerade an meinem Neuerwerb ein Tausendfüssler enddeckt und habe darauf den Topf durch geschaut, nicht nur der Tausendfüssler war da, sondern mit ihm auch unzählige kleine weiße Fliegen?
Die Phal. stuartiana habe ich erst seit dem 2.1.09, beim Züchter sah alles soweit okay aus, jetzt habe ich 2/3 der wurzeln weg werfen müssen, und die restlichen sind Gelb, habe wenig hoffnung das sie durch kommt.

Darauf hin habe ich meine anderen Töpfe auch durchgesehen und benerkt das auch andere diese Fiecher haben.
:sad: bin gerade sehr ratlos und enttäuscht.

Könnt ihr mir vielleicht Tipps geben was zu tun ist?

May
07.01.2009, 12:02
Hi

Kennst du den Orchideen-Doc auf der HP? -> http://www.orchideenforum.de/arzt.htm Da dürfte dir geholfen werden :)

Der Hundertfüssler ist kein Schädling, er frisst die Schädlinge. Den kannst du ruhig im Substrat lassen ... draussen würde er eh erfrieren.

Martin`S
07.01.2009, 12:23
Hallo miteinander,

# geist85: auf der Seite, welche Dir May verlinkt hat findest du sowohl die Weiße Fliege als auch den Tausend- und den Hundertfüßler.

# May: Der Hundertfüßler ist sehr wohl ein Nützling, der Tausendfüßler aber ein Schädling.
Letzterer ist häufiger anzutreffen und sollte meiner Meinung nach schon entfernt werden.

Viele Grüße,

Martin`S

May
07.01.2009, 12:36
nicht nur der Tausendfüssler war da,
Wenn man nicht richtig liesst :rolleyes: Sorry! Tausenfüssler fressen/zersetzen das Substrat. Sie fressen/schädigen aber nicht die Pflanze selber, weshalb da nicht so schnell gehandelt werden muss.
Die Mottenschildläuse sind viel schlimmer.

postpiet3
07.01.2009, 21:55
...
und habe darauf den Topf durch geschaut, nicht nur der Tausendfüssler war da, sondern mit ihm auch unzählige kleine weiße Fliegen?
...
jetzt habe ich 2/3 der wurzeln weg werfen müssen, und die restlichen sind Gelb, habe wenig hoffnung das sie durch kommt.
...



Hallo,

an "weiße Fliegen" im Topf mag ich nicht glauben, und falls doch, dann sind diese ganz sicher nicht die Ursache für den massiven Wurzelschaden.

Trialeurodes oder auch andere Mottenschildläuse sind Phloemsauger, d. h. sie ernähren sich vom Pflanzensaft, weswegen sie haupsächlich an (weichen) Pflanzenteilen wie Blättern (hier vor allem an den Unterseiten) und Knospen saugen. Im Topf und an den Wurzeln findet man sie IMHO eher nicht.


Schönen Gruß

Peter

geist85
08.01.2009, 08:34
Hallo,

Das waren so ganz kleine weiße Dinger, vielleicht nicht Fliegen aber irgendwie hopsten die.
Die sehen fast aus wie Milben, bloß das sie nicht orane sind sondern weis.:???
Hat jemand eine Idee?

emmi
08.01.2009, 11:15
Hallo,

Das waren so ganz kleine weiße Dinger, vielleicht nicht Fliegen aber irgendwie hopsten die.
Die sehen fast aus wie Milben, bloß das sie nicht orane sind sondern weis.:???
Hat jemand eine Idee?
Eventuell meinst Du Springschwänze? Die sind ca 1mm lang und dünn, weiß bis dunkelgrau, laufen recht flott herum und können einige cm weit springen.
Im Allgemeinen sorgen sie nur für eine rasche Zersetzung des Substrates (was nicht alle Pflanzen, insbesondere Epiphyten, mögen!). Springschwänze bewohnen feuchte Substrate, durch eine trockenere Kultur der Pflanzen lässt sich ihre Zahl gut verringern.

postpiet3
08.01.2009, 18:58
...
Das waren so ganz kleine weiße Dinger, vielleicht nicht Fliegen aber irgendwie hopsten die.
Die sehen fast aus wie Milben, bloß das sie nicht orane sind sondern weis.:???
Hat jemand eine Idee?



Sorry Geist,

aber da geht ja alles durcheinander bei Dir ...

Ohne Fotos oder zumindest mal eine handfeste Beschreibung wird das nichts, so könnte man ja in alle Richtungen spekulieren.


Schönen Gruß

peter

geist85
09.01.2009, 08:52
Hallo,


Also, das sind ganz kleine ca. 1mm lange Weiße Dinger die kreuz und quer laufen, ich meine dass sie nicht springen, das sah so aus als ich durch den Topf geschaut habe, sie sind schnell und sehr viele und nur im Substrat.

Die Phal. stuartiana hat meiner Meinung nach keine mehr, da ich sie ja umgetopft habe, dafür hat sie aber enorm viele Wurzeln verlohren, und der Rest ist Gelb, ich befürchte aber dass meine anderen Phal´s die jetzt auch haben, bei einer bin ich mir sicher, habe sie auch in quarantäne gestellt.

Ich bin sehr erstaunt wie schnell die sich ausbreiten.
Ich hoffe ein einfaches Umtopfen und reinigen der Pflanze hilft, anders weis ich mir nicht zu helfen :sad:

Gisela
09.01.2009, 09:32
Hallo geist,

das hört sich irgendwie nach Springschwänzen an. Könnte dies sein? Die sind ca. 1 mm klein, sind weiß, haben viele Beinchen, können richtig flitzen, können springen, tun's aber nicht immer, sind nur im Substrat.

LG - Gisela

Phalfee
09.01.2009, 10:18
FALLS es sich um Springschwänze handelt, sollten sie durch trockenere Haltung eigentlich von alleine wieder verschwinden, soweit ich weiß, fühlen sie sich nur in dauerfeuchtem Substrat wohl.
Probiere es doch einfach mal mit ein paar Tagen Trockenheit, das kann jetzt im Winter nicht schaden und vielleicht bist Du die Tierchen dann auch schon wieder los ...

geist85
09.01.2009, 11:13
Hallo,

ja das werde ich versuchen :) vielen Dank für den Tipp.
Die sind leider so klein das ich die Beine nicht zählen kann, seh gerade mal dass sich da etwas bewegt und weiß ist.

Vielen Dank erstmal :D

piemonte
09.01.2009, 16:50
Hallo,

m. E. handelt es sich in deinem Falle nicht um Springschwänze, sondern um Tausendfüßlerbabies.
Das Problem habe ich nämlich selber. Vor ca. zwei Monaten entdeckte ich in meiner großen Cattleya solche Tierchen rein zufällig, als ich ausnahmsweise meinen Orchis ein Tauchbad gegönnt hatte (ansonsten gieße ich eher). Da kamen sie Plötzlich an die Oberfläche des Substrates und ich konnte nur mit Mühe erkennen, dass sie viele Beinchen hatten, weil sie so schnell umher liefen, um dann nach und nach wieder in die Tiefen des Substratates zu verschwinden. Nach genauerem Hinschauen entdeckte ich dann auch die größeren, also ausgewachsesnen Exemplare, die dann von der Farbe her nicht mehr so weiß, sondern eher schon ins bräunliche gehen.

Da du bereits Tausendfüßler bei dir entdeckt hast und die weiteren kleinen weißen Fiecher weder fliegen noch springen, nehme ich deshalb an, dass es bei dir nicht viel anders ist als oben beschrieben.

geist85
09.01.2009, 18:29
Hallo,

hört sich ja gruselig an, ich habe bisher nur einen großen gesehen und keinen mittel großen als ich umtopfte, ich hoffe soetwas ist es nicht.
Wie hast du sie denn weg bekommen?

piemonte
09.01.2009, 18:42
Ich weiß noch gar nicht, ob ich sie "weg bekommen" habe.

Zuerst habe ich zwei Orchi-Züchter angerufen: Lucke hat mir zu Schneckenkorn geraten. Gesagt - getan.
Seitdem habe ich die Pflanze nicht mehr getaucht und somit keine Tierchen mehr gesehen. Liegt wohl daran, dass ich mich unendlich vor Krabbelvieh ekele, insbesondere vor solchem, das viele Beine/Füße hat! Ich dachte aber auch daran, das komplette Substrat auszutauschen und die Pflanze gut abzubrausen. Aber nach einem weiteren Telefonat, dieses Mal mit F. Röllke, empfahl mir dieser, bis zum Frühjahr damit zu warten. Die Viecher wären nicht soooo gefährlich, dass man jetzt im Winter eine solche Aktion durchführen müsse. Sie würden lediglich für ein schnelleres Zersetzen des Substrates sorgen und ich solle die Pflanze einfach trockener halten, um ihnen den Nährboden zu entziehen sozus.

Letztendlich habe ich also beide Ratschläge befolgt - Schneckenkorn und trockenere Haltung und gedulde mich bis zum Frühjahr. Somit weiß ich jetzt nicht, ob die Mini-Monster sich vom Schneckenkorn haben beeindrucken lassen oder weiterhin fleißig vor sich hin fressen und sich vermehren. Ich habe bis dato keine mehr gesehen - vielleicht sollte ich meinen Mut zusammen nehmen und mal wieder tauchen? :rolleyes:

Orchidfan
10.01.2009, 15:24
Hallo!
Möglicherweise handelt es sich um Milben, die habe ich in meinen Orchideentöpfen auch vereinzelt. Sie sind bis 0,8mm groß, weiß bis cremefarben, haben einen eiförmigen Körper und bewegen sich für ihre Größe recht schnell. Allerdings krabbeln Sie nur, springen können sie nicht. Diese Art kommt auch häufig im Garten in Komposthaufen vor. Sie ernähren sich von abgestorbenem organischem Material. Lebendes Gewebe fressen sie nicht, soweit ich weiß. Den Orchideen dürften sie also nicht schaden, sie fressen höchstens ein paar abgestorbene Wurzeln. Wenn´s zu viele werden hilft Trockenheit, das mögen sie nicht.

Viele Grüße
Orchidfan

geist85
11.01.2009, 09:00
Hallo,

Irgendwo passt ja alles zusammen, bis auf einen Punkt. Ich habe durch die Tiere ein erheblichen Wurzelschaden. Innerhalb von 4 Tagen war 2/3 der Wurzeln matschig und abgestorben und der Rest ist Gelb.

Orchidfan
11.01.2009, 09:39
Hallo Geist!

Das der Wurzelschaden an deiner Orchidee durch irgendwelche Tiere verursacht wurde glaube ich nicht. Wenn Wurzeln in so kurzer Zeit verfaulen liegt das meist an ungünstigen Haltungsbedingungen, zu viel Wasser, zu kalt etc. Das kann ja schon passiert sein bevor Du die Orchidee gekauft hast. Auch eine Pilz- oder Bakterieninfektion kommen in Frage. Wenn Tierchen einen Wurzelschaden verursachen müßtest Du zumindest an den noch gesunden Wurzeln irgendwelche Fraßschäden sehen, Löcher oder Dellen, die sich dann meist bräunlich verfärben.

Gruß Orchidfan

postpiet3
11.01.2009, 11:46
...
Ich habe durch die Tiere ein erheblichen Wurzelschaden. Innerhalb von 4 Tagen war 2/3 der Wurzeln matschig und abgestorben und der Rest ist Gelb.


Wie ich bereits schrieb, solltest Du für einen derart massiven Wurzelschaden nicht irgendwelche Tierchen im Subtrat verantwortlich machen. Die meisten Organismen, die sich dort tummeln, haben mit lebendem Pflanzenmaterial eh nichts am Hut.

Andererseits vergammeln 2/3 der Wurzeln auch nicht innerhalb von 4 Tagen, es sei denn, Du holst Dein Giesswasser immer noch frisch aus der draussenstehenden Regentonne ...

Bist Du Dir sicher, dass beim Kauf am 2. Januar noch alles intakt war, oder "machte es nur den Anschein"?


Schönen Gruß

Peter

Shina
12.01.2009, 00:54
Hallo,

auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich steinigt, meiner Meinung nach sind diese kaum 0,7mm kleinen, weissen Biester sehr wohl Schädlinge.

Das Desaster gegann bei mir im vergangenen Herbst.
Im September habe ich 14 Bulbo-Sämlinge aus ihrem Moosbett in Jungpflanzensubstrat gesetzt, da sie kräftig und sehr schön bewurzelt waren. Schon nach einigen Wochen verlor ich ein Bulbo nach dem anderen, die schönen Wurzeln der eingegangenen Pflanzen waren nicht mehr vorhanden, es hingen nur wenige braune trockene Fäden daran.
Ich war zunächst ratlos, denn ich hatte keine Erklärung für den Verlust.
Etwa zur selben Zeit wiesen 2 alte Phal.-Hybriden braune, trockene Stellen an den sichtbaren Wurzeln auf. Diese habe ich enttopft und nun wurde mir einiges klar.
Unzählige dieser kleinen, weissen Biester wuselten im Substrat herum. Wegen ihrer Winzigkeit und ihrem Tempo ist es fast unmöglich sie zu photografieren.
Es stellte sich heraus dass alle 14 Bulbos ebenfalls befallen waren und mit Hausmittelchen war diesen Biestern nicht beizukommen, es tauchten immer wieder welche auf.

Sytematisch wurden alle Orchideen kontrolliert. Angr. rutenbergianum JP, Angr. eichelrianum JP, 2 Cattleya-Hybriden JP waren auch betroffen.:motz:

Die 2 alten Phalhybriden bekamen nach dem Umtopfen Lizetan-Stäbchen, die sie gut vertragen und sie haben sich sehr gut erholt.

Alle meine JP wurden umgetopft und ein chemisches Mittel wurde dem Substrat beigemischt, denn die Biester mögen die Wurzeln der JP besonders.

12 Bulbo-Sämlinge habe ich leider verloren, 2 kämpfen noch. Das rutenbergianum ist schwer angeschlagen, lebt aber noch. 2 Cattleya-JP sind eingegangen. Das eichelrianum erholt sich zufriedenstellend.

Ich habe ein wenig recherchiert und auch Fotos gefunden und ich denke es handelt sich um Wurzelmilben.

Seltsam scheint mir dass alle Orchideen, die unmittelbar neben den 2 am meisten befallenen Phal.-Hybriden standen, clean waren. Keine der Phal.-Naturformen war betroffen.
Abschliessend muss ich hervorheben, dass diese kleinen, weissen Biester für die JP den Tod bedeuten, wenn man nicht schnell eingreift und noch ein kleiner Tipp: mit einer Lesebrille sieht man sie besser.

Liebe Grüsse
Shina

geist85
12.01.2009, 19:00
Hallo,

"Mit einer Lesebrille sieht man sie besser" :original: Ich habe schon so eine auf der Nase und kann trotzdem nichts mehr erkennen, als das es weiß und flink ist.

Ich bin mir absolut sicher das sie Pflanze beim kauf noch völlig in ordnung war, deswegen bin ich ja so erstaunt, es waren nur 4 Tage und auch nur die Orchidee an 4. Stelle stand wurde auch von den kleinen Viechern bevölkert, die direkt daneben oder die 3. nicht.
Die Pflegebedingen sind Optimal für die Orchis, bis auf dass es ab und an mal bewölkt ist.

Ich habe die 2 Orchis jetzt auf die Heizung gestellt und kann nun keine Tiere mehr darin erkennen.

aloe
12.01.2009, 19:55
Hallo !
Im durchgelaufenen Giesswasser meiner Orchideen finde ich auch immer wieder ganz kleine weisse Tierchen. Sie machen auf der Wasseroberfläche sogar kleine Hüpfer. Habe sie mir im Mikroskop angesehen - es sind Milben.(4 Beinpaare) Ob gute oder böse? Solange es den Pflanzen gut geht stört es mich wenig.
Habe sie durch das Okular meines Mikroskopes mit einer einfachen Kamera fotografiert - dementsprechend die Qualität.Re daneben eine kleine Luftblase.

http://img229.imageshack.us/img229/2039/milbe1xz7.th.jpg (http://img229.imageshack.us/my.php?image=milbe1xz7.jpg)

mit Grüssen

aloe